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REISEBERICHT
Mein Traum wird wahr!!
Am Donnerstag 11.2.10 werden wir
um 12.00h von einem Taxi abgeholt und zum Vienna - Airport gekarrt! Es ist saukalt
und es liegt Schnee! Da wir schon
unsere Sitzplätze reserviert haben, haben wir es nicht eilig mit dem einchecken!
Unser Flug EK 128 startet um 14.35h! Das heißt:
soll starten! Aber da geht nichts! Da die Start- und Landebahnen erst vom anhaltenden
Schneefall freigemacht werden müssen und der Flieger enteist wird, starten wir
mit einer eineinhalbstündigen Verspätung! Macht nichts! ..... dafür ist die Wartezeit in Dubai kürzer!
Nach 5.20h landen wir in Dubai!
Im neuen Terminal 3 ist der Teufel los, Menschengedränge
und überfüllte Toiletten! Im alten Terminal gehts direkt gemütlich zu: Toilettenbesuch
ohne "Schlange stehen"!! Pünktlich
um 03.45 (Freitag 12.2.) hebt Flug Nummer EK 332 nach Manila ab!
Denkste!!! Der Blechgeier bleibt am Boden!
Da zwei Passagiere den Abflugstermin versäumen,
muss das Gepäck der beiden wieder ausgeladen werden und der Abflug verzögert sich
um 1.15h! Wir werden leicht unrund da der Anschlussflug Manila Cebu um 18.15
startet! Wir starten von Dubai um 05.00h!
Wir fliegen über Kunming und Hongkong
und landen um 17.00h, nach 8 ½ Stunden in Manila! Jetzt wird es knapp! Wir müssen vom International-Terminal 1 zum Domestic
-Terminal 2! Das geht nur mit einem Taxi! Als wir aus der Maschine kommen, kommen
wir aus dem Staunen nicht heraus! Da steht ein Philippino mit einem Namensschild
und wartet auf uns! Während wir aufs Gepäck warten, tausche ich noch schnell Geld
um! Wir werden durch sämtliche Zoll- und Passkontrollen durchgeschleust und zu
einem wartenden Taxi gebracht, das uns in 5-minütiger Wahnsinnsfahrt zu dem anderen
Terminal bringt! Wir checken schnell ein und da in der "Holzklasse" keine
2 Plätze frei sind, wird meine bessere Hälfte in der buisness- class untergebracht!
Leider nur kurze Zeit, da in der hintersten Reihe doch noch ein Plätzchen frei
ist! (grins!) Der Flug dauert 1h! Und dann landen wir auf "lapu-lapu"!
Einer vorgelagerten Insel vor cebu-city! Wir schnappen unser Gepäck und werden
am Ausgang des Flughafens kontrolliert, obs auch unseres ist (Gepäckzettel
niemals wegwerfen!!!)
Die warme Luft (30°) trifft uns
wie ein Hammer! Jetzt sollte unser
bestellter Taxifahrer "Kim" auf uns mit Namenstafel warten! Wir stehen
und warten auch! Mir reißt die Geduld und da wir die Mobil-Nummer des Taxis haben
rufen wir den Typ an! Während es läutet, läutet es bei einem Philippino, der neben
uns steht! Es klingelt bei beiden! Allgemeines Gelächter, … und ab gehts!
wie ich schon einmal schrieb: nur Selbstmörder fahren hier mit dem Auto oder mit
sonstigem Gerümpel! Die Fahrt dauert
1.30h, dann sind wir am Fähranleger von dem Ort "Carmen", hier in der
Bucht ist der Ankerplatz von "TABOO III".
Wolfgang Hausner, Wiener
Weltumsegler und Aussteiger seit 40 Jahren, kommt mit seiner Lebensgefährtin "Lyn"
mit dem Schlauchboot um uns abzuholen! Für mich geht ein Traum in Erfüllung! Er
ist der Initiator, der mich durch seine Bücher zum Boot und zum Fahrtensegeln brachte!
Wolfgang ist fast 70 Jahre! Und ich kenn einige, die halb so jung sind und trotzdem
ihm die Hand nicht reichen können! Kompliment an Wolfgang! Er hat sich gut gehalten!!!
Ein Schiff muss man wie eine Frau
betrachten: entweder springt der Funken über, oder … sie gefällt nicht!
"TABOO III" ist trotz ihrer 30 Jahre
eine bildschöne, elegante und schnittige Yacht! Sie hat elegante Linien, die ich
noch bei keinem Katamaran gesehen habe! Und ich hab schon einige gesehen!!!
Das Betreten des Schiffes war für mich ein erhebender
Augenblick! Begrüßung und Welcome-Drink
folgen und nach kurzer Einweisung in die Gepflogenheiten des Bootes, verstauen
wir unser Gepäck in unserer Kabine! Da
wir todmüde sind und am nächsten Tag losfahren sollten, horchen wir bald in unsere
Polster!
Samstag 13.2.
In der Früh segeln wir aus der Bucht von Carmen. Das Wetter ist leicht bewölkt
und sehr warm! Es geht Richtung Osten,
zu den "camotes islands"! unterwegs treffen wir auf ein Rudel Delfine.
Nachmittags ankern wir bei der Insel "san francisco" in der "santiago
bay". (10°3546.13" N 124°1934.48" E) Unterhöhlte
Felsen (wie Pilze!), dazwischen wunderschöne Sandstrände, Palmen am Ufer! Seglerherz,
was willst du mehr???? Wir schnappen
unsere Flossen und Masken und ab gehts ins 30° warme Wasser! Wunderschöne
Korallenblöcke, Messerfische, einige Falterische! Um 06.00h wird es zappenduster
und wir trinken unseren ersten sundowner an Bord! Später gibts ein leckeres
Nachtmahl! Da Wolfgang weiß, dass wir von der "Fischfraktion" sind, gibts
immer wieder Fischiges zu futtern!! In
der Nacht erwischt uns eine kurze, aber kräftige Sturmböe mit Regen.
Sonntag 14.2.
Wir wollen zu den " quatros islands"! Die Fahrt wird recht lang, da der
Wind uns heute nicht gut gesonnen ist! Wir dümpeln durch die Gegend, liegen in
der Sonne (ich!!!), danach im Schatten
(ich - leider zu spät!!) und kommen in der Finsternis, natürlich nach Genuss des
sundowners bei den vier Inseln an! Wir ankern bei "mahaba island" (10°3149.67"
N - 124°3750.42" E).
Montag 15.2.
Wir segeln zur nächsten Insel "daquio island"(10°3242.88"
N - 124°3919.80" E). Eine wunderschöne, winzige Insel, Sandstrand und
Palmen pur! Hier wohnen einige Fischer! Und hier wird uns das erste Mal bewusst:
wir sind am Ende der Welt! Armut pur! Die Bilder auf unserer homepage sprechen
für sich!! Wir bleiben zwei Tage hier!
Dienstag 16.2.
Da Wolfgang bei seinen Segeltörns, immer Süßigkeiten für die Kinder mitbringt,
fahren wir mit dem Beiboot ans Ufer! Auf einen Erwachsenen kommen mindestens drei
Kinder! Hier gibt es nichts, außer: Sand, Palmen und Fisch! So armselig die Behausungen
auch sind, die Insel macht einen gepflegten Eindruck! Nach einer kurzen Inselumrundung
werden die Geschenke verteilt! Hier geht die Schönheit der Natur mit der Armut
Hand in Hand! Ein tolles Riff zieht sich quer zur Insel! Aber wenig Fische!
Ausgefischt? Wahrscheinlich! Hier fischt alles und jeder! Schon die kleinsten Knirpse
fahren mit dem Boot raus und fischen den ganzen Tag! Wir wundern uns nicht mehr
über die Vermummungen der Fischer, die eingehüllt, nur die Augen blitzen aus einem
Schlitz, auf ihren Booten sitzen! Bei dieser Sonneneinstrahlung hält es kein Mensch
auf Dauer aus! (auch ich nicht!) ich hab nen zünftigen Sonnenbrand, und häute
mich wie eine Schlange!
Mittwoch 17.2.
Um 06.15h setzen wir die Segel und segeln nach "ponson island", wo wir
an der Südwestecke der Insel ankern! Nachmittags ist Schnorcheln angesagt! Wolfgang
und ich zerlegen vom Außenbormotor den Vergaser, da der spinnt! Leider ohne Erfolg!
Donnerstag 18.2.
Heute haben wir eine größere Strecke vor uns! Wir wollen zu der Stadt "palompon"
auf der Insel "leyte"! Wolkenloser Himmel, Sonne pur, aber nur leichter
Wind! Für Zeitvertreib ist auch gesorgt:
als Wolfgang spitz bekommt, dass ich gerne "bastle", kommen allerhand
Dinge zum Vorschein, die zu reparieren sind! Eine abgebrochene "Schlepptop"
- Scharniere wird mit Epoxi - Kleber wieder heil gemacht! Ich werde in den Mast
gekurbelt, um die Saling zu putzen, etc.! Es ist mir eine Ehre, auf der
Taboo III, Kleinigkeiten reparieren zu dürfen!
Es ist schon finster als wir die Lichter der Stadt
sehen! Wir tasten uns im Dunkeln durch die Einfahrt der Bucht zu unserem Ankerplatz,
der hinter der kleinen Insel "tabuk island" liegt, in der Nähe des Wachturmes!
Was der bewachen soll, ist mir ein Rätsel! Rund um uns blinken Lichter in allen
Farben! Es sind die Blitzlichter der Fischerboote! Ein jedes Boot hat so ein "Funkelding"
montiert und Boote gibts hier wie Sand am Meer!
Freitag 19.2.
Am Morgen sehen wir die Stadt in ihrer ganzen Pracht! Am Ufer: Pfahlbauten! Alles
steht auf irgendwelchen Holzpfosten, Ästen und sonstigen Holzprügeln! Einige Hütten
stehen wenig, andere mehr als schräg! Fast alle haben Wellblechdächer! Das ist
zwar dicht, dafür umso wärmer! Wir fahren mit dem Schlauchboot zur Pier und gehen
einkaufen! Es gibt einen Fischmarkt und sehr viele Gemüsestände. Alles unter irgendwelchen
Plastikplanen versteckt, wegen der Sonne! Nach 5 Minuten unter so einem "Sonnenschutz"
ist man froh, wieder in der Sonne zu stehen! Ein Aufguss in einer Sauna ist nichts
dagegen! Es werden Fisch, diverse Früchte, wie Mangos, Bananen und Gemüse eingekauft,
dann wird ein großer Sack Reis, Kaffee und brauner Zucker geordert, das ganze auf
ein dreirädriges "tuktuk" geladen und auf gehts zurück zur Pier,
wo wir alles im Schlauchboot verstauen und zur TABOO III bringen!
Als wir aus der Bucht fahren, sind wir froh, wieder
frische Seeluft schnuppern zu können!
Unser heutiges Ziel ist "calanggaman island". Wir kommen am frühen Nachmittag
zur Insel! Uns fallen beinahe die Augen aus dem Kopf! Eine unbewohnte traumhaft
schöne Insel mit Sandstrand der sich an beiden Enden der lang gezogenen Insel zu
einer riesigen Sandbank verlängert hat! Palmen über Palmen! Einfach fantastisch!
Ein Paradies! Hier wollen wir 2 Tage bleiben! Es wird ausgiebig geschwommen! An
der Schönheit der Insel können wir uns kaum satt sehen!!! Dazu gibt es einen tollen
Sonnenuntergang.
Samstag 20.2.
Es wird ein Inselrundgang unternommen, der fast eine Stunde dauert! Uns klebt nachher
alles am Leib! Es ist sehr heiß! Es gibt hier keine Touristen, wir sind hier alleine!
Traumhaft! Nachmittags paddeln wir
nochmals zur Insel um eine kleine Menge Sand für die Sandsammlerin zu holen! Und
wieder gibt es einen wunderschönen Sonnenuntergang!
Sonntag 21.2.
Wir segeln nach "malapascua island" und ankern zwischen den vielen Tauchbooten,
in der "bounty bay", diese Insel ist in Taucherhand! Am Strand ein Hotel
und ein Divecentrum nach dem anderen! Ich hab 15 gezählt! Dem entsprechend ist
auch hier der Betrieb! Strandcafes und diverse Souvernierbuden runden das Ganze
ab! Wir ziehen durch die "mainstreet" und kaufen bei einem Bäcker ein,
genehmigen uns in einer der Bars einen ordentlichen Schluck …. Mango-Shake!
Am Boot wird wie jeden Abend der sundowner getrunken
und der Rumverbrauch steigt rasant! Dazu haben wir Discomusik vom Strand!
Montag 22.2.
Am Morgen segeln wir weiter nach Norden! "carnassa island" ist unser
Ziel! Wir haben einen schönen Segeltag! Als wir ankommen ist ein anderes Segelboot
bereits vor Anker! Ein Chilene, der seit dreißig Jahren um die Welt segelt! Da
Wolfgang ihn schon kennt, besuchen wir ihn! Das Boot: eine Slup, ist total vergammelt
und macht einen ziemlich trostlosen Eindruck, ebenfalls sein Besitzer! Alles ist
verdreckt und ungepflegt! als ich mich mit Wolfgang darüber unterhalte, sagt er:
"Was manchen Aussteiger nach so vielen Jahren einfach fehlt, ist die Energie
etwas zu tun!" "Warum heute?
Morgen ist auch ein Tag!". Wir ankern vor einer kleinen Sandbucht. Links und
rechts ragen Felsen aus dem Wasser, hinter dem Strand: ein Hügel mit Palmen! kein
Mensch zu sehen! Wolfgang und ich beschließen einen Landgang zu machen und klettern
auf den Hügel um einige Fotos zu schießen! Wieder beim Boot angelangt, sind wir
streichelweich von der Hitze!
Dienstag 23.2.
Wir verlegen uns in eine nahe gelegene Bucht! Am Strand stehen Hütten aus Palmwedeln und Ästen, daneben befindet sich
ein Friedhof! Wolfgang klärt uns
auf: "Bei einem Friedhof, wohnen die Ärmsten der Armen!".
Und jetzt lüftet sich das Geheimnis um den Sack
Reis, Kaffee und Zucker!! Wir füllen Säckchen mit je einem Kilo Reis, ein Päckchen
Kaffee, und einem Sackerl Zucker! Dann fahren wir mit dem Dingi ans Ufer und sind
sofort von Kindern umzingelt! Lyn und Wolfgang verteilen an die Kinder Nylonsäckchen
mit Fruchtsaft und an die 5 Familien, die hier wohnen, werden die Säcke mit Reis,
Kaffee und Zucker verteilt! Er war das letzte Mal vor einem Jahr hier und weiß,
was hier immer willkommen ist! Wolfgang
ist alles andere als reich, braucht für seine Tochter Vaitea, die in Kuala Lumpur
studiert, selbst jeden Cent und trotzdem unterstützt er diese Menschen!
Wir unternehmen eine Inselbesichtigung und machen
von einem Hügel aus einige Fotos, von der Bucht, der Fischerhütten und dem auf
der anderen Seite des Hügels befindlichen Fischerdorf! Immer umringt von Kindern
in allen Altersstufen! Und Hunde
gibt es überall! Teilweise verkrüppelt und kaum geworfen sind sie schon wieder
trächtig! Elend! Wir würden dort
wahnsinnig werden! Die Schattenseiten des Paradies!!! Wir beschließen Lyn und Wolfgang bei ihrer karitativen Aktion mit einigen
US$ ein wenig zu unterstützen! Abends kommt ein Fischer zu uns rausgerudert und
bietet uns Tintenfisch an, den wir auch kaufen!
Mittwoch 24.2.
Heute wollen wir zurück nach "calanggaman island". Der Wind ist gut und wir machen flotte Fahrt! TABOO III zeigt was in ihr
steckt! Und ohne viel Geschaukel! Die 25 Seemeilen sind ein Klacks! Wir genießen
nochmals diese schöne Insel! Schwimmen und schnorcheln im warmen Wasser und erleben
wieder einen fantastischen Sonnenuntergang! Der Rumkonsum steigt!
Donnerstag 25.2.
Von "calanggaman island" geht es zu den "camotes islands" zurück!
Eine größere Strecke! leider spielt uns der Wind einen Streich! Wir kommen spät
abends bei den "camotes" bei der Insel "san francisco" an und
ankern in einer unbenannten Bucht! (10°4213.45" N 124°1851.68"E).
Freitag 26.2.
Zeitig am Morgen gehen wir Anker auf und segeln Richtung Carmen.
Unterwegs treffen wir wieder auf Delfine. Das Wetter
ist wie jeden Tag: schön und heiß! Wir
messen 34°C im Schatten! Unterwegs packen wir unsere Klamotten, denn um 16.00h
werden wir wieder von "Kim" dem taxidriver, am Pier von carmen abgeholt!
Als wir in der Bucht vor carmen ankern, spring ich noch schnell ein letztes Mal
ins warme Wasser! Dann machen wir uns reisefertig! Lyn und Wolfgang werden uns
bis Cebu begleiten! Pünktlich ist das Taxi zur Stelle! Die fahrt nach Cebu wird wieder eine reine Nervensache und Wolfgang beteuert,
dass Kim ein bedächtiger Fahrer ist! Wir halten uns bei einigen Überholmanövern
die Augen zu! Die Verabschiedung von Lyn und Wolfgang ist herzlich und kurz, da
das Taxi im dichten Verkehr stehen bleibt um beide aussteigen zu lassen, wir fahren
weiter zum airport auf lapu-lapu ! unser Flug PR 864 nach Manila startet um 20.15h.
Akunft in Manila um 21.30h . die Taxifahrt zwischen
den beiden Terminals kostet dieses mal doppelt so viel !?
Samstag 27.2.
um 00.20h verlassen wir Manila und landen nach 09.00h Flugzeit in Dubai (05.25
Ortszeit) wo wir um 09.45 h nach Wien starten. Um 12.50h, nach sechs Stunden, landen
wir in Wien!
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