Segeltörn auf den Bahamas 2005

mit diesem Jumbo-Jet flogen wir von London nach Miami

Paradise Island

Nassau - Queen Victoria

Nassau - Queenstreet

Nassau - Kreuzfahrtschiff

Nassau - Leuchtturm

Nassau - Leuchtturm

Manuela (1. Tag)

die 'Key of Life'

die 'Key of Life'

die 'Key of Life'

Allen - Key Iguanas

Allen - Key Iguanas

Allen - Willi fuettert die Key Iguanas

Normans Cay - Carlos Island

Normans Cay - Mc Duff

Exuma Sound

Exuma Sound

Exuma Sound

Exuma Sound

Exuma Sound

Einfahrt in den Channel Cay Ric

wir laufen in ruhigem Wasser

Georgetown - Dingi Steg

Georgetown - Stroh Market

Georgetown - eine Strohhutkaeuferin ;-)

Exuma Market - der Postkasten

Stocking Island - Nordspitze

Stocking Island - Nordstrand

Stocking Island - Muschelsucherin

Georgetown - Autokennzeichen

mit diesem Flugzeug flogen wir von Georgetown wieder nach Nassau

Reisebericht Bahamas vom 27.1. bis 13.2.2005

Lange haben wir auf diesen Tag gewartet! Endlich ist es so weit! Endlich können wir der Kälte entfliehen! Und wir entfliehen der Kälte im wahrsten Sinne des Wortes. Am Vortag hat es zu schneien begonnen und es hat auch die ganze Nacht durchgeschneit. Wir schaufelten uns den Weg vom Haustor zur Straße frei!

Pünktlich um 04:30 holte uns ein C&K-Taxi ab. Langsam und ohne Probleme fuhren wir zum Flughafen. Wir konnten unser Gepäck gleich nach Miami durchchecken lassen. So mussten wir uns in London nicht um unsere Taschen kümmern. Durch den starken Schneefall kam es bei den Abflügen zu erheblichen Verspätungen. Auch wir waren davon betroffen. Endlich, mit zwei Stunden Verspätung gingen wir um 09:30 in die Luft in Richtung London. Von London ging es wieder mit 45 Minuten Verspätung weiter. Wir flogen mit einer Boing 747, die bis auf den letzten Platz voll war.

Nach 9 Stunden und 45 Minuten kamen wir leicht geschlaucht in Miami an. Und obwohl wir nur Transit waren, mussten wir Formulare ausfüllen und durch die Imigration gehen! D.h. saublöde Fragen beantworten, zwei Fingerabdrücke abnehmen lassen und fotografiert werden!! - Über die Fragen möchte ich hier nicht näher eingehen, da es den Rahmen eines Reiseberichtes sprengen würde. - Von Miami flogen wir 15 Minuten FRÜHER nach Nassau ab! Das hat es noch nie gegeben - lt. Auskunft eines in Nassau lebenden Bahamesen. In Nassau angekommen war es bereits 22:45 Uhr und wir seit 24 Stunden und 15 Minuten unterwegs (6 Stunden Zeitverschiebung). Zum Glück warteten Gabriela und Erich mit ihrem Freund Fred bereits auf uns. Und nach einer herzlichen Begrüßung ging es gleich ab nach Nassau zum Schiff!

Beim Schiff angekommen, brauchte Erich nur zweimal mit dem Dingi fahren, da wir nur zwei Reisetaschen als Gepäck mithaben. Natürlich wurde noch geplaudert und um 2Uhr ging es dann endlich ab ins Bett!!!

Mein erster Tag in Nassau war nicht so toll. Ich wachte mit starken Kopfschmerzen auf. Ich hatte sogar ein Gespräch mit Neptun, danach ging es mir etwas besser. Aber der ganze Tag war nicht so toll. Sogar das Wetter hatte offensichtlich Kopfweh. Es regnete immer wieder kurz. Also verbrachten wir einen ruhigen ersten Tag an Bord der Key of Life mit viel Geplauder und gutem Essen. Am Abend verwöhnte uns Gabriele mit einem Gulasch und Nockerln. Alles hausgemacht - versteht sich ja von selber.

Am Samstag ging es mir und dem Wetter wieder viel besser! Die Sonne lachte auf uns runter und auch ich konnte wieder lachen. Als erste Aktion des Tages stand einkaufen an der Reihe. Da ist Willi und mir gleich wieder schlecht geworden, als wir die Preise gesehen haben! Die Lebensmittel sind zum Teil doppelt so teuer, als bei uns. Auch wenn man den im Moment günstigen Dollar-Euro-Kurs berücksichtigt. Nichts desto trotz kauften wir einige Leckereien für unsere Reise ein. Und dann ging es ab zum Shopping!!! Ich musste ja schließlich Souvenirs kaufen! Souvenirs gab es leider keine, zumindest keine, die mir gefielen. Also blieb es nur bei T-Shirts und anderen lebenswichtigen Dingen aus den div. Parfümerien. Zur Feier des Tages gingen wir Conch-Salat essen! Schmeckt ein bisschen nach zähen Calamari. Na ja ist ja auch eine Meeresschnecke. Willi hingegen war sehr begeistert, vom Geschmack der Conch-Muschel.

Am Sonntagvormittag erstürmen Willi und ich nochmals kurz einige Läden und dann ging es schon raus aus Nassau! Vorbei an Paradies Island und vielen tollen Villen ging es nach Rose Island. Dort blieben wir über Nacht. Zur Krönung des Tages gab es Französischen Schweinsbraten mit viel Gemüse (für mich) und Reis.

Am Montag in der Früh, nachdem wir gefrühstückt hatten, regnete es kurz. Dann kam die Sonne heraus und begleitete uns den ganzen Weg nach Allens Cay. Leider mussten wir den ganzen Weg motoren, da es zu wenig Wind gab. Alens Cay ist berühmt für seine Iguanas. Denen mussten wir natürlich einen Besuch abstatten. Willi nahm Brot mit und fütterte sie. Einer war so gierig, dass er sogar Willis Finger anknabberte! Unsere Küchenchefin verwöhnte uns am Abend mit einem Gröstel und Salat.

Wir verbrachten eine ruhige Nacht und so ging's am Dienstag, den 1.2. nach dem Frühstück wieder ein Stück weiter. Unser Ziel: ? Wir beschlossen während der Fahrt nicht ganz so weit - wie am Vortag - zu fahren, und so blieben wir in Nomans Cay - der Insel des Drogenbarons Carlos. Da wollten wir eigentlich bei McDuff's-Imbiss essen gehen, aber nachdem Erich die Key of Life über Funk angekündigt hatte, beschloss der Besitzer dieses Restaurants zu schließen. Kannte er Erich schon? Also beschlossen wir, die Insel mit dazugehöriger Dschungelflugpiste erst nach einer guten Jause zu erkunden. In der Bucht liegt auch das abgeschossene Flucht-Flugzeug von Carlos als Riff!

Mittwoch, gleich nach dem Frühstück, fuhren wir los, da wir ein großes Stück vor uns hatten. Hatten wieder unterwegs Regen und teilweise recht ordentlichen Wind. Schaffen an diesem Tag 50 sm und das alles unter Segel. Willi ließ es sich nicht nehmen, trimmte die Segel und saß an der Pinne. So gegen 18 Uhr erreichten wir mit letztem Tageslicht unseren Ankerplatz. Zum Abschluss dieses gelungenen Segeltages machte Gabriela einen Scheiterhaufen mit Vanillesoße!!! - Ich war mir bis zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst, einen Schlemmerurlaub gebucht zu haben!

Am Donnerstag war um 06:30 durch Kapitän Erich Tagwache! Das Frühstück war bereits für uns hergerichtet und auch der Wetterbericht war parat. Das Reiseziel dieses Tages war George Town!

30 sm hatten wir vor uns. Und das hauptsächlich im Exuma Sound. D.h. auf der Außenseite der Inseln, wo der Meeresboden sehr stark abfällt und sich dadurch hohe Wellen bilden! Am Anfang war ich ja noch im Cockpit, aber dann wurden die Wellen immer höher und da ich dem Tod nicht ins Auge schauen kann, hatte ich beschlossen, die Reise im Salon der Key of Life zu verbringen. Ungefähr nach zwei Drittel der Etappe brach das Fockfall und das Segel ging baden. Auch lief der Motor, der zur Unterstützung mitlief, nicht ganz rund, sondern war ein bisschen bockig. Nach sechs Stunden hatten wir es geschafft und liefen durch gefährliche Brecher in den Conch-Cay-Cut in ruhiges Gewässer in Richtung Red Shanks. In den Red Shanks ankerten wir in der Nähe eines deutschen Schiffes namens LALOUBI. Nach dieser kräfte- raubenden Etappe gab es Rosmarin-Hendl mit Reis und Karotten (für mich).

Am Freitag hieß es: Strand wir kommen! Willi und ich fuhren an den Strand, den wir fast für uns alleine hatten!! Ob es d'ran gelegen hat, dass ich oben ohne war??? Nö, kann ich mir nicht vorstellen! Nachdem überaus relaxenden Tag wurden wir alle von der Laloubi-Crew (Rainer und Renate) auf Linseneintopf eingeladen. Der war lecker! Und zu so einem guten Essen, musste ja auch was getrunken werden. Also gab es "Pidi-Punch" in rauen Mengen! - Ich nicht, da ich ja nichts trinke! - Und da wir ja sonst nichts trinken, hatte bei Willi die Wirkung des "Pidi-Punches" als ersten eingesetzt. Wir lachten so viel mit und durch Willi, dass uns schon alles wehtat! Willi hatte es dann etwas weniger lustig, als ihm der Pidi wieder aus dem Gesicht ins Wasser fiel. Und da es in einer Bucht keine Geheimnisse gibt, hatten alle das zweifelhafte Vergnügen Willi zu zuhören. Willi beschloss auch bei 25 kn Wind im Cockpit zu schlafen. Die frische Luft ließ ihn gut schlafen.

Der Samstag "danach" war ein gedämpfter Tag. Nicht nur weil Willi fast den ganzen Tag schlief, nein das Wetter war auch etwas in Katerstimmung und schickte immer wieder dicke Wolken und böigen Wind. Nach einem fantastischen Wurst-Kartoffel-Gratin und anstrengenden Diskussionen mit Erich gingen wir um 20:30 schon zu Bett. Irgendwie waren wir alle hundemüde.
In dieser Nacht hatte es dann tatsächlich mehrmals geregnet. Das hatten wir aber nicht gebucht!

Da nach dem Frühstück die Sonne wieder lachte - klar es war ja Sonntag, fuhren Willi und ich wieder an den Strand. Dieses Mal blieben wir bis in den Nachmittag hinein und tankten kräftig Farbe! Zum Abendessen hat uns Gabriela mit einer Kartoffelsuppe und anschließend mit Palatschinken verwöhnt.

Da wir hauptsächlich zum Sonnen und Baden auf die Bahamas flogen, gingen wir am Montag auch wieder an den Strand. Nach Georg Town konnten wir am Dienstag immer noch fahren. Nur gab es am Montag Arbeit für Willi. Kaum waren wir vom Strand zurück, wurde er von Erich und Gabriela in den Mast gezogen um ein neues Fockfall einzuziehen. Das klappte tadellos.

Dienstag um 9h ging es dann schon nach George Town. Der Erste Weg führte Willi, Gabriela und mich ins Reisebüro. Wir mussten unseren vorbestellten Flug George Town - Nassau fixieren. Das ging ruck-zuck. Dann hieß es wieder "shopping"! Aber leider gab es George Town viel weniger zu sehen und vor allem zu kaufen, als in Nassau. Erich hatte in der Zwischenzeit fleißig Wasser gebunkert. Kaum hatte ich einen wunderschönen bunten Sonnenhut erstanden, zog sich der Himmel grau zusammen. Wir beeilten uns zu unserem Dingi. Tja, was soll ich sagen. Bis wir bei der Key of Life ankamen, waren wir waschelnass. Von oben und von vorne! Der Wind hatte so aufgefrischt, dass das Wasser total ruppelig war. Zusätzlich hatte es noch zu regnen begonnen. Erich war überzeugt, es lag nur an meinem Sonnenhut. Da ich mir das ganz und gar nicht vorstellen konnte, kauften wir am Dienstag für Gabriela auch so einen wunderschönen Sonnenhut! Ich glaube, dann hat der Himmel kapituliert und hat die Sonne wieder scheinen lassen. Wir verlegten uns auf die andere Seite der Bucht in die Monument Bay. Eine neue Insel, ein neues Abenteuer. Und so zogen Willi und ich über die Insel. Bergauf und bergab, auf die andere Seite der Insel! Wauw!!! Was wir sahen, war überwältigend. Riesengroße Wellen rollten auf den Strand zu. Tosend sprudelte das Wasser! Wir waren fasziniert. Wir gingen barfuß den kilometerlangen Sandstrand entlang, und trafen keine Menschenseele! Auf der anderen Seite der Bucht standen hunderte Schiffe, und niemand ging ans Ufer!!!! Uns war es recht so. Rechtzeitig zum Abendessen trafen wir zwei Muschelsucher wieder auf der Key of Life ein. An diesen Abend war Erich der Chefkoch. Er grillte für uns hervorragende Koteletts.

Da sich unsere Reise dem Ende zuwandte, wurden wir immer sonnen- und strandhungriger. Und so pilgerten wir am Donnerstag gleich nach dem Frühstück abermals an den tollen Strand auf der anderen Seite. Dieses Mal wanderten wir den Strand in Richtung Süden entlang. Das Meer brauste wieder auf das Ufer zu! Wahnsinn! Das Meer brüllte uns förmlich nieder! Und wieder trafen wir keine Menschen! An diesem Tag gingen wir auch ins Wasser! Der Atlantik ist halt nicht der Indik. Und so war er auch dementsprechend kühl. Aber wir waren auch erfrischt! Mit Sonne voll getankt ging es nachmittags zurück aufs Schiff. Da das Wetter superschön war, fuhren wir mit dem Dingi quer über die Bucht, zu Essbuden der Bahamesen. Wir aßen Hawk-Fisch mit Beac'n-Rice (Reis mit Bohnen) und Salat. Echt bahamesische Küche. Wir haben uns den Bauch voll gestopft, so gut hat es uns geschmeckt!
Tja und nur war er da: unser letzter Urlaubstag an Bord der Key of Life. Wir verbringen einen ruhigen Tag am Boot, alle bis auf Erich, der schreibt noch an seinen Club-News, die wir gerne mitnehmen und für ihn aufgeben. Die Stimmung ist recht ruhig geworden. Ich diskutiere nicht mehr mit Erich. Es hat sowieso keinen Sinn mit ihm zu diskutieren - er ist und bleibt ein Sturkopf! Aber ein liebenswerter. Gehen alle schon um 21 Uhr ins Bett, da wir am Samstag um 4 Uhr aufstehen müssen.

Pünktlich um 05:00 Uhr holt uns das Wassertaxi ab. Wir verabschieden uns kurz und schmerzlos von Erich und Gabriela (die mir in dieser Woche sehr ans Herz gewachsen ist), sonst wären wir alle wahrscheinlich in Tränen ausgebrochen.

Überpünktlich holt uns auch das Taxi zum Flughafen ab. Wir haben eine lange Reise vor uns: George Town - Nassau - Miami - London - Wien. Wir kommen am Sonntag, den 13.2. um 14:10 Uhr in Wien wohlbehalten mit unserem kompletten Gepäck in Wien an.